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Kliniken Schmieder Allensbach

Schlaflabor

„Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr“ (Arthur Schopenhauer)

Schlafstörungen zählen zu den häufigsten Beschwerden in der Allgemeinbevölkerung. In Deutschland leiden etwa acht Millionen Menschen an schweren, d. h. abklärungs- und behandlungsbedürftigen Schlafstörungen. Neurologische Erkrankungen wie z. B. Schlaganfälle, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson und neuromuskuläre Erkrankungen gehen besonders häufig mit Schlafstörungen einher. Zu den primär neurologischen Schlafstörungen zählen u. a. die Narkolepsie, das Restless-legs-Syndrom (Syndrom der unruhigen Beine) und das Periodic Limb Movement in Sleep Disorder (Syndrom der periodischen Beinbewegungen). Darüber hinaus sind mittlerweile mehr als 90 verschiedene Schlafstörungen beschrieben, die vor allem mit Ein- und Durchschlafstörungen und/oder übermäßiger Tagesmüdigkeit einhergehen. Da Schlafstörungen den Heilungsprozess beeinträchtigen können und zu einem verstärkten Leidensdruck führen, sind eine rasche Abklärung und Behandlung wichtig. Insbesondere die so genannten atmungsbezogenen Schlafstörungen sind weit verbreitet und gelten als Risikofaktor für Schlaganfälle, Herzinfarkt, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen.

Die Kliniken Schmieder Allensbach sind aufgrund der personellen und medizinisch-technischen Ausstattung in der Lage, sämtliche Formen von Schlafstörungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Die diagnostischen Untersuchungen finden in einem völlig verdunkelbaren, großzügigen und ruhig gelegenen Ableitzimmer mit separatem Bad/WC statt. Auch Patienten der Kliniken Schmieder an den Standorten Konstanz und Gailingen können bei Bedarf schlafmedizinisch betreut werden. 

Das Schlaflabor ist mit modernster Medizintechnik ausgestattet, u.a. mit Infrarotkameras, Körperlagesensoren oder einer digitalen Aufnahmestation. Neben einer ausführlichen Anamneseerhebung wird auch eine umfassende körperliche Untersuchung vorgenommen. Außerdem kommen folgende Methoden zum Einsatz:

Ambulante Messverfahren:

  • Schlafprotokolle
  • Schlaffragebögen
  • Apnoe-Screening / Polygraphie zur Erfassung schlafbezogener Atmungsstörungen

Therapie der Schlafstörungen:
Nach Durchführung der diagnostischen Maßnahmen erfährt jeder Patient eine individuelle Therapie. Die Behandlung der Schlaf-/Wachstörung orientiert sich an der Pathogenese, am Schweregrad der Symptomatik und am Verlauf. Der Patient wird u.a. mit Hilfe folgender Maßnahmen behandelt: verhaltensmedizinische-psychotherapeutische, chrono-biologische, pharmakologische, apparative, chirurgische Maßnahmen (extern).

Nach Durchführung der diagnostischen Maßnahmen erfährt jeder Patient eine individuelle Therapie. Die Behandlung der Schlaf-/Wachstörung orientiert sich an der Pathogenese, am Schweregrad der Symptomatik und am Verlauf. Abhängig vom Schweregrad der Schlaf-/Wachstörung und der persönlichen Lebenssituation wird der Patient u.a. mit Hilfe folgender Maßnahmen behandelt:

  • Verhaltensmedizinische-psychotherapeutische Maßnahmen Verhaltensmedizinische und psychotherapeutische Maßnahmen beinhalten die Aufklärung über die Art der Erkrankung sowie schlafhygienische Empfehlungen, die auf die Vermeidung schlafstörenden Verhaltens abzielen. Außerdem umfassen sie spezifische Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation und Qi Gong sowie Verhaltenstherapien und die verschiedenen Formen der Psychotherapie.
  • Chronobiologische Maßnahmen 
    Chronobiologische Maßnahmen beeinflussen den periodischen Verlauf der biologischen Funktionen. Die chronobiologische Therapie benutzt verhaltensmedizinische und pharmakologische Methoden. Die Lichttherapie zählt dabei ebenfalls zu den eingesetzten Verfahren.
  • Pharmakologische Maßnahmen 
    Pharmakologische Maßnahmen sind häufig erforderlich bei primär organischen und chronischen Schlafstörungen. Dabei kommen abhängig von der Diagnose Stimulanzien, Antidepressiva oder Neuroleptika zum Einsatz. Hypnotika sollten nach ausführlicher Differentialdiagnostik und immer unter Einbindung nichtpharmakologischer Methoden nur über einen begrenzten Zeitraum eingesetzt werden.
  • Apparative Maßnahmen 
    Apparative Maßnahmen wie beispielsweise die nasale nächtliche Überdrucktherapie (nCPAP / BiPAP) können mit großem Erfolg bei den so genannten atmungsbezogenen Schlafstörungen eingesetzt werden.
  • Chirurgische Maßnahmen (extern) 
    Chirurgische Maßnahmen können in Einzelfällen bei bestimmten schlafbezogenen Atmungsstörungen erforderlich sein, insbesondere bei Obstruktionen im Bereich der oberen Atemwege, obstruierenden Tumoren von Nase und Rachen sowie Missbildungen des Gesichtsskeletts.

Leitung des Allensbacher Schlaflabors
Dr. med. Manuel C. Eglau

Kontakt

Sekretariat Schlaflabor
Tel.: 07533-808-1279
Fax: 07533-808-1473