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Forschung für die Neurologische Rehabilitation

Stiftung-Schmieder-Preis

Der Stiftung-Schmieder-Preis ist international der einzige Forschungspreis für das Spezialgebiet der Neurologischen Rehabilitation. Der Preis wird seit 2006 vergeben und ist auf 3.000 Euro dotiert. Er soll junge Nachwuchswissenschaftler fördern und Impulse für die Weiterentwicklung der Behandlung neurologisch erkrankter Menschen geben.

Im Jahr 2006 rief Dr. Dagmar Schmieder den Stiftung-Schmieder-Preis ins Leben. Ziel war es, den wissenschaftlichen Nachwuchs im Fachgebiet der Neurologischen Rehabilitation zu fördern und zugleich die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu nutzen, um bestehende Therapien weiterzuentwickeln und neue Therapiestrategien zu begründen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass Neurologische Rehabilitation im Zuge der demographischen Veränderungen zunehmend einen sehr wichtigen Stellenwert in unserer Gesellschaft einnimmt.

Gemeinsam mit der Universität Konstanz wird der Preis jeweils zu Beginn des Wintersemesters, am dies academicus, verliehen. Über die Preisträger entscheidet der aus acht Mitgliedern bestehende Vorstand des Lurija Instituts für Rehabilitationswissenschaften und Gesundheitsforschung – paritätisch besetzt von den Kliniken Schmieder und der Universität Konstanz. Die Stiftung Schmieder ist Trägerin des Lurija Instituts, in dem seit seiner Gründung im Jahr 1997 Forschungsaktivitäten im Bereich der neurologischen Rehabilitation durchgeführt werden. 

Die bisherigen Preisträger:

  • 2016: Dr. Aida Sehle, Gesa Pust und Carina Menzel arbeiten zum Phänomen der Fatigue bei Multipler Sklerose
  • 2015: M.Sc. Bernd Kuderer: „Transfer Reha-Alltag: Entwicklung und Evaluation eines verhaltensbezogenen Interventionsprogramms zur Förderung regelmäßigen Walkingtrainings bei neurologischen Patienten im Anschluss an den stationären Reha Aufenthalt“ | M.Sc. Lea Ludwig: „Volitionale und motivationale Schulungsstrategien zur Unterstützung eines körperlich aktiven Lebensstils im Anschluss an die neurologische Rehabilitation“
  • 2014: Dr. Andreas Kramer: „Exergaming with additional postural demands improves balance and gait in patients with multiple sclerosis as much as conventional balance training and leads to high adherence to home-based balance training”
  • 2013: Dr. Franka Thurm: "Aging and dementia: Clinical relevance of early markers and late interventions" und Laura Dörre: "Die Katze wurde von ihm im Sack gekauft - Die Verarbeitung passivierter idiomatischer Sätze bei Sprachgesunden und einem Patienten mit Agrammatismus"
  • 2012: Dr. Gudrun Sproesser: „Why we eat what we eat: Psychological influences on eating behavior“ und Aida Sehle: “Objective assessment of motor fatigue in multiple sclerosis using kinematic gait analysis: a pilot study“
  • 2011: Dr. Cindy Eckart: Neuroendocrinological and brain structural alterations in Posttraumatic Stress Disorder
  • 2010: Dr. Annette Sommershof: The influence of chronic stress on T cell immunity
  • 2009: Dr. Ralf Schmälzle, Dr. Winfried Schlee und Ralf Sulzmann
    • Dr. Ralf Schmälzle: Intuitive Risk Perception – A Neuroscientific Approach
    • Dr. Winfried Schlee: Towards a Global Model of Tinnitus Perception: Multiple Evidence for a Long-Range Cortical Tinnitus Network
    • Ralf Sulzmann: Erweiterung der Gehstrecke durch gezieltes Ausdauertraining bei Patienten mit Fatigue und Multipler Sklerose
  • 2007: Dr. Katalin Dohrmann: Modulierung anormaler Gehirnaktivität bei Menschen mit chronischem Tinnitus: Entwicklung eines Neurofeedbacktrainings
  • 2006: Dr. Marcus Meinzer: Wirksamkeit einer intensiven Sprachtherapie bei Patienten mit Sprachstörungen
"Mit dem Stiftung-Schmieder-Preis wollen wir nicht nur Forschung fördern, sondern auch Türen öffnen, damit Forschungsergebnisse in der Gesellschaft ankommen und unseren Patienten zugute kommen."

Dr. Dagmar Schmieder
Vorstand der Prof.-Friedrich-Schmieder-Stiftung

Bildergalerie: Preisträger
Stiftung-Schmieder-Preis 2016: Prof. Dr. Ulrich Rüdiger mit den Preisträgerinnen Dr. Aida Sehle, Gesa Pust, Carina Menzel sowie der Geschäftsführerin des Lurija Instituts Lisa Friedrich-Schmieder (v.l.)