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Therapien der Kliniken Schmieder

CIMT - ein Überblick

13.01.2017, Allensbach

Wenn ein Schlaganfall oder eine andere neurologische Erkrankung aufgetreten ist, kommt es oftmals zu schweren Lähmungen einer Körperseite. Zum Teil ist selbständiges Laufen dann nicht mehr möglich, oftmals kann der betroffene Arm im Alltag, d.h. beim Waschen, Anziehen, Essen und sonstigen Aktivitäten nicht mehr in der gewohnten Weise benutzt werden.

Wenn die Lähmung zunächst so stark ist, dass etwa der Arm im Alltag nicht mehr eingesetzt werden kann, dann ist die natürliche Konsequenz, dass man alles mit dem anderen, gesunden Arm ausführt. Dabei findet ein Lernprozess statt: Wir lernen, die Verrichtungen des täglichen Lebens mit dem gesunden Arm auszuführen und den betroffenen Arm, da er zu stark gelähmt ist, gar nicht mehr einzusetzen.

Dieses Verhalten bleibt oft auch noch bestehen, wenn in der Therapie die beeinträchtigte Seite verbessert wird und Funktionen wieder neu erlernt wurden. Das nennt man einen so genannten erlernten Nicht-Gebrauch. Dieser Situation liegt also ein Lernvorgang zugrunde, nicht im eigentlichen Sinne eine körperliche Schädigung.

Bei der CIMT-Methode soll der Patient diesen unerwünschten Nichtgebrauch wieder "verlernen". Dazu wird etwa die gesunde Hand über Schlinge, Handschuh oder Schiene eingeschränkt. Das gelähmte Körperteil wird in der Zeit intensiv benutzt und trainiert. Durch ständig wiederholte Übungen wird die Entwicklung neuer neuronaler Pfade im Gehirn induziert. Die Patienten lernen dadurch, die beeinträchtigten Körperteile wieder einzusetzen - der Erfolg der Methode konnte in zahlreichen Studien bestätigt werden.

Mehr zu CIMT finden Sie unter diesem Link auf unserer Website.

CIMT: Constraint-Induced Movement Therapy

CIMT: Constraint-Induced Movement Therapy