Neuropsychologie / Sprachtherapie

Fort- und Weiterbildung in der Neurologischen Rehabilitation

Identität: Beschädigung und Rekonstruktion nach Hirnverletzung
Zielgruppe:
(Neuro) Psychologen
Termin:
Ort:
Heidelberg
Dozenten:
Prof. Dr. med. Wolfgang Fries
Kursgebühr:
160,00 €
Fortbildungspunkte:
-

Der Verlust spezifischer motorischer, kognitiver oder emotionaler Fähigkeiten und Fertigkeiten durch eine erworbene Hirnverletzung beschädigt in der Regel die eigene Konzeption der personalen Identität („… das bin nicht mehr ich“). Das Seminar führt zunächst in psychologische und neurobiologische Selbstkonzepte ein. Identität wird in einem neurobiologischen Konzept als ein Prozess verstanden, in dem das „Selbst“ im Sinne einer Invarianzbildung abstrahiert und idealisiert wird. Dabei konstituiert sich Identität aus vielen Komponenten („Teilidentitäten“). Diese variieren in ihrer Zusammensetzung und Bedeutung entsprechend der Biographie des Individuums. Sie werden diskutiert, auch in Bezug auf ihre Beschädigung durch neurologische Erkrankung.
Eine Rekonstruktion/Neukonstruktion von Identität nach Hirnverletzung bedarf eines Milieus des Respekts vor dem Selbstbild der behinderten Person und vor der Schwierigkeit, die Defizite zu akzeptieren. Förderung von „Self-awareness“ und „acceptance“ stellen wichtige Bestandteile dar. Die Zielorientierung in der Therapie muss anstreben, mit dem Patienten ein Selbstbild für eine Lebensperspektive zu finden, in die die Veränderungen integriert werden können. Neuropsychologische Therapie nach Hirnverletzungen ist deshalb auch Identitätsarbeit.

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