Neuropsychologie / Sprachtherapie

Fort- und Weiterbildung in der Neurologischen Rehabilitation

Schlaf- und Schlafstörungen
Zielgruppe:
Neuropsychologen
Termin:
Ort:
Allensbach
Dozenten:
Dr. med. Manuel Eglau
Kursgebühr:
160,00 €
Fortbildungspunkte:
8

Schlafstörungen

Der Mensch verbringt ein Drittel seines Lebens schlafend. Schlaf ist dabei so lebensnotwendig wie Flüssigkeitszufuhr oder Nahrungsaufnahme. Länger anhaltender Schlafentzug führt zu Krankheit und Tod. Im Widerspruch zu jahrtausendealter Auffassung handelt es sich beim Schlaf nicht um einen bewusstseinslosen oder passiven Zustand. Vielmehr ist der Schlaf ein hochaktiver Prozess mit einem rhythmisch klar strukturierten Wechsel von unterschiedlichen Schlafphasen, in denen bestimmte Hirnregionen teilweise höhere Aktivitäten zeigen als im Wachzustand. Wir wissen heute um die Bedeutung eines ausreichend langen und erholsamen Schlafes für Regenerations- und Lernprozesse. Entsprechend geht Schlafentzug mit einer Verschlechterung von Lern- und Behaltensleistungen einher, führt zu diabetogener Stoffwechsellage und Blutdruckerhöhung und schwächt das Immunsystem. Der Schlaf ist ein elementares physiologisches Grundbedürfnis und eine Voraussetzung für Gesundheit, Leistungsvermögen und ein langes Leben.

Im ersten Teil des Seminars wird auf die Geschichte der Schlafmedizin und der Schlafforschung sowie auf die Physiologie des Schlafes eingegangen. Im Weiteren werden einige der zwischenzeitlich 90 definierten Schlafstörungen vorgestellt und erläutert, warum diese zunehmen und wie sie sowohl organische Erkrankungen als auch psychische Störungen begünstigen können. Schlafstörungen sind in Deutschland der dritthäufigste Grund für einen Arztbesuch und etwa 25% in der Allgemeinbevölkerung leiden unter gelegentlichen oder häufigen Schlafstörungen. Alarmierend ist der in den letzten Jahren verzeichnete erhebliche Anstieg der Verordnung von Schlafmitteln.

Um einen besseren Einblick in den Ablauf eines Schlaflabors zu bekommen, wird die Durchführung einer kompletten, kardiorespiratorischen Polysomnographie praktisch demonstriert und an den Überwachungsmonitoren werden beispielhaft Fälle vorgestellt. Außerdem wird die Auswertung der erhobenen Biosignale erläutert und wie die einzelnen Schlafstadien erkannt und klassifiziert werden können. Geplant sind ferner Patientenvorstellungen sowie eine offene Fragenrunde und eine abschließende Lernkontrolle.

 

GNP-Akkreditierung:

Curr. 2007: 8 Stunden zu Punkt 09 Spezielle Neuropsychologie

Curr. 2017: 8 Stunden zu Spezielle NPS: Störungsspezifische  Kenntnisse

ÜBERSICHT KURSE Anmeldung