Corona-Sonderprämie für alle Mitarbeiter

Signal der Wertschätzung trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen

Kliniken Schmieder zahlen allen Mitarbeitern Corona-Sonderprämie

Die Kliniken Schmieder haben sich für eine Corona-Sonderzahlung aus eigenen Mitteln an die gesamte Belegschaft entschieden. Die Sonderprämie wird bis Ende Dezember nicht nur an Beschäftigte in der Pflege, sondern an alle Mitarbeiter des Unternehmens aus-gezahlt werden. Die Entscheidung wurde von der Geschäftsführung des Familienunternehmens getroffen und dazu ein Tarifvertrag zur Corona-Sonderzahlung mit dem Tarifpartner „ver.di“ abgeschlossen. In ihrer Höhe entspricht die Prämie dem Abschluss im öffentlichen Dienst.

Die Kliniken Schmieder haben sich entschieden, all ihren über 2.000 Beschäftigten in Baden-Württemberg zum Jahresende eine einmalige Corona-Sonderprämie aus eigenen Mitteln zu zahlen. Die besonderen Belastungen in der Pandemie haben von allen Mitarbeitern ein hohes Maß an Engagement und Flexibilität abverlangt. „Wir sind sehr stolz auf unsere Mitarbeiter und dankbar, mit welch großer Professionalität und Motivation alle diese schwierigen Zeiten bisher gemeistert haben“, erklärt Paul-Georg Friedrich, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wollen wir unseren Mitarbeitern durch die Sonderzahlung ein Signal der Wertschätzung geben.“ Knapp eine Million Euro stellt das Unternehmen hierfür zur Verfügung. Die Prämie soll für die unteren Entgeltgruppen 600 Euro betragen, für die mittleren 400 Euro und für die oberen 300 Euro. Auszubildende erhalten 225 Euro. Die Auszahlung der Sonderleistung erfolgt steuer- und sozialversicherungsfrei mit der Gehaltsabrechnung Dezember.

Für Michael Groos, Geschäftsleiter Personal- und Sozialwesen bei den Kliniken Schmieder, stellt die Corona-Prämie auch eine Anerkennung für das Durchhaltevermögen der Mitarbeiter dar: „Wir können uns absolut auf unsere Mitarbeiter verlassen, die in den letzten Monaten durch Abbau von Überstunden, vorgezogenen Urlaub und hohe Flexibilität bei der Umstellung vieler Arbeitsprozesse die Belegungssteuerung vereinfacht haben“. Obwohl man bei den Tabellenentgelten zwei Prozent über dem öffentlichen Dienst liege, habe man nach Möglichkeiten gesucht, allen Beschäftigten einen Ausgleich für die Belastungen gewähren zu können, so Michael Groos. Der Tarifvertrag zeige außerdem, wie verlässlich und belastbar die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung funktioniere, unterstreicht der Geschäftsleiter.

Aktuell finanzieren Bund und Länder lediglich Corona-Prämien für die Pflegebeschäftigten in Krankenhäusern, die eine bestimmte Anzahl an Covid-Patienten behandelt haben müssen. Nicht finanziert wird eine Corona-Prämie für nachgeordnete Einrichtungen wie Rehabilitationskliniken in der Pandemie-Planung. Allein in der Pflege am Standort Allensbach treffen die Voraussetzungen für eine Sonderzahlung zu. Die Geschäftsführung hat sich jedoch dazu entschlossen, allen Mitarbeitern an allen Standorten die Prämie zukommen zu lassen. So wird der Umstand berücksichtigt, dass Belastungen an allen Standorten aufgetreten sind, auch außerhalb der Akutversorgung.

Zurück