Es ist ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Zukunft: Die Kliniken Schmieder wurden offiziell nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert und in das EMAS-Register eingetragen. Johannes Bliestle, Vizepräsident der IHK Hochrhein-Bodensee, überreichte die Urkunde an Paul-Georg Friedrich, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Kliniken Schmieder.
Die Übergabe der EMAS-Urkunde markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer ökologisch und gesellschaftlich verantwortungsvollen Unternehmensentwicklung. Johannes Bliestle strich dabei heraus: „Die Kliniken Schmieder stehen für exzellente medizinische Behandlung und für ein vorbildliches Umweltmanagement. Und sie verstehen Nachhaltigkeit nicht als ein Ziel, sondern als einen stetigen Prozess des Verbesserns, ganz im Sinne von EMAS.“ Paul-Georg Friedrich betonte: „Wir wollen nicht nur Qualitätsführer in der Neurologischen Rehabilitation sein, sondern deutschlandweit auch eine der führenden Kliniken in Sachen Nachhaltigkeit werden. Die Einführung von EMAS ist ein konsequenter Schritt im Rahmen unseres strategischen Entwicklungsfelds Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung.“
Mit der Zertifizierung gehören die Kliniken Schmieder zu einer von nur 338 Organisationen in Baden-Württemberg, die die anspruchsvollen EMAS-Kriterien erfüllen und zählen zugleich zu nur zwei Kliniken in Baden-Württemberg, die dieses Siegel für vorbildliches Umweltmanagement tragen.
Beispiele für nachhaltiges Handeln
Ein Beispiel für nachhaltiges Handeln der Kliniken Schmieder ist die Dienstkleidung aus Lycocell-Fasern für klinikweit rund 2.000 Mitarbeitende in Therapie und Pflege. Ein T-Shirt aus diesen holzbasierten Fasern benötigt in der Produktion bis zu 20-mal weniger Wasser als ein Baumwoll-T-Shirt. Zudem reinigt eine externe Wäscherei die Kleidung umweltschonend und trocknet sie mit Abwärme, die beim Waschen entsteht.
Zudem gibt es an bislang drei Klinikstandorten Photovoltaik-Anlagen. In Allensbach ist seit Juli 2024 eine Photovoltaikanlage in Betrieb, die im selben Jahr rund 148.800 Kilowattstunden Strom erzeugte und somit zur CO2-Reduktion beiträgt. Der Standort Konstanz hat gleich zwei Photovoltaikanlagen. Die erste ging im Jahr 2022, die zweite im Dezember 2024 in Betrieb. Insgesamt hat die Konstanzer Klinik 2024 rund 349.000 Kilowattstunden Strom selbst erzeugt, davon 31.000 Kilowattstunden über Photovoltaik – etwa sechs Prozent des gesamten Strombedarfs. Im Juni 2025 wurde am Standort Stuttgart-Gerlingen ebenfalls eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen.
Außerdem setzen die Kliniken Schmieder auf nachhaltige Mobilität. Klinikweit fahren bereits 27 Fahrzeuge elektrisch betrieben. In der Zukunft soll es im Unternehmen nur noch E-Fahrzeuge geben, denn diese verursachen weniger CO2-Abgase als Autos mit Verbrennermotoren. Schon jetzt sparen die Kliniken Schmieder so 22.000 Liter Diesel und 20.000 Liter Benzin jährlich ein. Außerdem werden Dienstfahrräder über das JobRad-Modell angeboten und Zuschüsse zum öffentlichen Nahverkehr durch ein Jobticket ermöglicht.
Was ist EMAS?
EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist das weltweit anspruchsvollste System für nachhaltiges Umweltmanagement. Es verpflichtet Unternehmen dazu, ihre Umweltleistungen kontinuierlich zu verbessern, Ressourcen effizienter zu nutzen, sämtliche Umweltvorschriften konsequent einzuhalten und die Ergebnisse transparent in einer jährlichen Umwelterklärung zu veröffentlichen. Die Einhaltung dieser Standards wird regelmäßig durch einen unabhängigen Umweltgutachter überprüft. Nach der erstmaligen Teilnahme am EMAS-System sind alle Standorte der Kliniken Schmieder zertifiziert. Jährliche Audits stellen sicher, dass Umweltziele konsequent verfolgt und Fortschritte transparent dokumentiert werden. Die Re-Zertifizierung aller Standorte ist für das Jahr 2028 geplant.
Hier finden Sie die Umwelterklärung der Kliniken Schmieder.