Husten oder Würgen beim Essen, häufiges Räuspern, Gewichtsverlust, wiederkehrende Lungenentzündungen oder ein feucht gurgelnder Stimmklang – diese Symptome können auf eine Schluckstörung hindeuten. In der Schluckambulanz der Kliniken Schmieder Allensbach werden diese von einem zertifizierten interdisziplinären Behandlungsteam im Rahmen einer sogenannten FEES untersucht.
Seit Juli letzten Jahres bieten die Kliniken Schmieder Allensbach eine Schluckambulanz für Privat- und Selbstzahlerpatient:innen an. Das Angebot richtet sich an Patient:innen mit neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson, Multipler Sklerose, ALS oder Myasthenie sowie an Personen, bei denen ein entsprechender Verdacht besteht. Auch für ältere Menschen mit altersbedingten Schluckstörungen kann eine schluckdiagnostische Untersuchung sinnvoll sein.
Die Untersuchung erfolgt mittels einer sogenannten FEES (Fiberendoskopische Evaluation des Schluckaktes). Dabei handelt es sich um ein modernes Verfahren, das als Goldstandard der instrumentellen Schluckdiagnostik gilt. Der Schluckvorgang wird mithilfe einer flexiblen Kamera direkt beobachtet, um eine präzise Diagnose zu ermöglichen und individuelle Therapieempfehlungen abzuleiten. Die Untersuchung erfolgt ohne Narkose, da die aktive Mitarbeit der Patient:innen erforderlich ist. Lediglich eine lokale Betäubung wird eingesetzt. Hierbei wird ein dünnes Endoskop über die Nase in den Rachenraum eingeführt. Dadurch können sowohl die anatomischen Strukturen als auch die Schluckfunktion detailliert beurteilt werden.
Eine FEES ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn eine Schluckstörung vermutet wird oder deren Ursache unklar ist. Auch wiederkehrende Lungenentzündungen, regelmäßiger Husten bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, ungeklärter Gewichtsverlust oder altersbedingte Schluckprobleme können eine entsprechende Untersuchung erforderlich machen. Darüber hinaus sollte bei neurologischen Erkrankungen und den genannten Warnzeichen eine schluckdiagnostische Abklärung erfolgen.
Mögliche Symptome einer Schluckstörung sind Husten, Räuspern oder Niesen während oder nach der Nahrungsaufnahme sowie der unkontrollierte Austritt von Speichel oder Nahrungsresten aus Mund oder Nase. Auch Gewichtsverlust – häufig verbunden mit Energielosigkeit – sowie das Gefühl, dass Nahrung beim Essen im Hals oder in der Speiseröhre stecken bleibt, können auf eine Schluckstörung hinweisen.
Die umfassende bildgebende Diagnostik von Schluckstörungen wird in der Schluckambulanz Allensbach von einem durch die Deutsche Gesellschaft für Neurologie zertifizierten interdisziplinären Behandlungsteam durchgeführt. Dabei kommt moderne Medizintechnik zum Einsatz, um eine hohe diagnostische Genauigkeit zu gewährleisten. Im Anschluss erhalten die Patient:innen eine individuelle Therapieempfehlung.
Termine können telefonisch oder via E-Mail vereinbart werden.
Telefon: 0151 56721579 oder 07533 808-1432
E-Mail: schluckambulanz@kliniken-schmieder.de
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.