Stiftung-Schmieder-Preis 2026
Der Stiftung-Schmieder-Preis 2026 geht an die Psychologin Felicitas Geugis und die Sportwissenschaftlerin Stephanie Frankmann von der Universität Konstanz. Im Rahmen des Dies academicus überreichte Lisa Friedrich, Geschäftsführerin der Stiftung Schmieder für Wissenschaft und Forschung, den mit insgesamt 3.000 Euro dotierten Preis an die beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen.
Felicitas Geugis wird für ihre Masterarbeit ausgezeichnet, in der sie den Zusammenhang zwischen depressiven Symptomen, dem Geschlecht und der sogenannten Cortisol-Aufwachreaktion bei Menschen mit Long COVID untersucht. Dabei geht sie der Frage nach, ob Veränderungen der biologischen Stressregulation zu den anhaltenden psychischen und körperlichen Beschwerden beitragen können. Ihre Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse über mögliche Mechanismen der Erkrankung und geben Hinweise darauf, wie die rehabilitative Versorgung von Long-COVID-Patient künftig noch gezielter gestaltet werden könnte.
Stephanie Frankmann widmet sich in ihrer Bachelorarbeit der Propriozeption – der Wahrnehmung von Körper- und Gelenkstellungen – nach einem Schlaganfall. Sie analysiert bestehende Diagnose- und Therapieansätze, zeigt bestehende Forschungslücken auf und untersucht in einer Fallstudie das Potenzial eines technikgestützten Trainingssystems (Smart Glove). Ihre Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag dazu, sensorische Funktionen künftig noch stärker in der neurologischen Rehabilitation zu berücksichtigen.
Der Stiftung-Schmieder-Preis wird seit 2006 jährlich von der Stiftung Schmieder für Wissenschaft und Forschung vergeben und zählt international zu den wenigen Forschungspreisen, die speziell der neurologischen Rehabilitation gewidmet sind. Über die Vergabe entscheidet der Vorstand des Lurija Instituts für Rehabilitationswissenschaften und Gesundheitsforschung, das die langjährige Forschungskooperation zwischen der Stiftung Schmieder und der Universität Konstanz bündelt.