Klinikgründer

Prof. Friedrich Schmieder

Ein Professor mit Charisma

Der Klinikgründer Prof. Dr. Friedrich Georg Schmieder

Gegründet wurden die Kliniken Schmieder von Professor Dr. Friedrich Georg Schmieder, der am 24. Juli 1911 in Köln geboren wurde. Am 1. November 1950 eröffnete er eine Privatklinik mit 20 Betten, das „Sanatorium Schloss Rheinburg“ am Rande von Gailingen am Hochrhein. In den folgenden Jahrzehnten widmete er sein berufliches Wirken der Rehabilitation von hirngeschädigten Menschen.

Seine Überzeugung – seine Vision
Die Anzahl der zu betreuenden Kriegsverletzten war nach dem Zweiten Weltkrieg riesig. Ebenfalls nahm in den 1950er- und 1960er-Jahren durch die rapide anwachsende Mobilität der Gesellschaft die Anzahl der Unfallverletzten zu. Gleichzeitig gab es in Deutschland kaum Einrichtungen, die sich auf die Behandlung dieser Patientengruppen spezialisiert hatten. Zudem war in medizinischen Fachkreisen der Glaube in das Leistungsvermögen der Neurologischen Rehabilitation nicht besonders ausgeprägt und die Skepsis groß. Ganz anders beurteilte Prof. Friedrich Schmieder die Rehabilitationsmöglichkeiten und Chancen. Er war mit großem Charisma und Leidenschaft davon überzeugt, dass das Gehirn sich anpassen kann, Kompensations- und Reorganisationsmechanismen besitzt. Er glaubte an die Plastizität des Gehirns, die heute durch die Hirnforschung bewiesen ist. Deshalb setzte er sich wie kaum ein anderer setzte für die Rehabilitation am Gehirn erkrankter oder verletzter Menschen ein.

Zitat

Prof. Friedrich Schmieder (1911-1988)

„Mir kam es darauf an, den Menschen Mut zu machen (…) und ihnen aufzuzeigen, dass es tatsächlich Wege gibt, auch ein geschädigtes Gehirn wieder zu einer genügenden Leistung zu bringen.“

Der Klinikgründer vertrat die Überzeugung, dass durch fachgerechte und intensive Behandlung auch lange Zeit nach einer Schädigung des Gehirns Verbesserungen gestörter Leistungen möglich sind. „Mut zu machen“ und neue Wege aufzuzeigen war jedoch am Anfang alles andere als einfach für Professor Friedrich Schmieder, denn mit seiner Überzeugung betrat er Neuland und stieß dabei auf das Desinteresse der Gesellschaft gegenüber hirnverletzten Menschen. Auch die Fachwelt zeigte sich skeptisch gegenüber seiner damals wissenschaftlich nicht bewiesenen Hypothese:

Zitat

Prof. Friedrich Schmieder (1911-1988)

„Die große Chance für die Rehabilitation von Hirnverletzten basiert auf dem Umstand, dass das Gehirn ein hohes Maß von Kompensations- und Ersatzfähigkeiten besitzt."

Friedrich Schmieder wollte nicht nur demonstrieren, dass die Behandlung von Hirnschädigungen möglich und erfolgreich ist. Er wollte überzeugen. Er entwickelte ein ganzheitliches Therapiekonzept, das zur Grundlage der Arbeit in den Kliniken Schmieder wurde. Für seine medizinischen Überzeugungen warb er immer wieder mit Vorträgen und mit einer erstaunlichen Publikationsproduktivität, neben seiner täglichen Arbeit als Arzt, Psychiater und Unternehmer.

Sein Wirken – das Neurologische Phasenmodell
Seit den 1950er-Jahren haben die Kliniken Schmieder die einzelnen Behandlungsstufen der Neurologischen Rehabilitation aus der Praxis heraus entwickelt. Heute sind die Stufen und die ihnen entsprechenden Behandlungskonzepte der stationären und ambulanten Neurologischen Rehabilitation im Phasenmodell formuliert. Es ordnet alle Aspekte der Neurologischen Rehabilitation je nach Schweregrad und Dauer der Erkrankung den Behandlungsphasen A bis F zu.

Vorreiter in der Therapie
Maßstäbe für die Neurologische Rehabilitation setzte Prof. Schmieder auch früh in der Therapie von Patienten. Die Kliniken Schmieder waren die ersten mit arbeitstherapeutischen (heute Ergotherapie, Werk- und Berufstherapie) und neuropsychologischen Therapieangeboten sowie einem filmtherapeutischen Studio mit audiovisuellem Traininsgsprogramm.

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