Lurija Lecture: Patientenautonomie bei MS - Chance oder Risiko?

Am Donnerstag, den 15. November 2018 referierte Prof. Dr. Christoph Heesen in den Kliniken Schmieder Konstanz zum Thema Patientenautonomie bei MS.

Prof. Heesen leitet die Multiple Sklerose- und Neuroimmunologie-Tagesklinik und Ambulanz der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Eppendorf. In dieser Einrichtung werden erkrankte Personen von niedergelassenen Ärzten in beratender Funktion begleitet, um geeignete diagnostische und therapeutische Verfahren zu empfehlen.

In seinem Vortrag gab Prof. Heesen zunächst einen Überblick über die Behandlungsgeschichte der MS und veranschaulichte die verschiedenen Dimensionen des Themas Patientenautonomie. Er fokussierte dann auf den Aushandlungsprozess der Rolle, die Ärzte bzw. Gesundheitsprofessionelle in der Zusammenarbeit mit dem Patienten einnehmen. Anschließend ging Prof. Heesen auf Schulungsprogramme zur Stärkung der Patientenautonomie ein. Zum Einsatz kommen hier z.B. patientengerecht aufbereiteten Broschüren oder Gruppenschulungen, in denen neutral über die Vor und Nachteile von Interventionen informiert wird. Die ersten Ergebnisse großangelegter Studien weisen darauf hin, dass bestimmte Schulungsprogramme nicht nur zu mehr "Informierten Entscheidungen" von Patienten führen, sondern dass darüber hinaus auch ein verringerter Bedarf an Medikamenten und z.T. ein Rückgang der Häufigkeit von Schüben zu beobachten ist.

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