Armeo

Innovative Therapien

Armeo

Der Armeo ist ein Therapiegerät, das bei neuromuskulären Funktionsstörungen der Arme eingesetzt wird. In der Armeo-Therapie werden Patienten mit neurologischen Funktionsstörungen in den Armen und Händen unterstützt, die etwa nach einem Schlaganfall oder Verletzungen auftreten können.

Der Armeo nimmt dem beeinträchtigten Arm sein Eigengewicht ab und kombiniert das Training mit Videospielen und Simulationen von alltäglichen Aktivitäten und Bewegungen.

Der Armeo ist auf einer mobilen Plattform befestigt, kann so schnell und einfach in Position gebracht werden und ist individuell anpassbar. Er bietet verschiedene repetitive Therapieübungen am Bildschirm. Mittels selbstinitiierter Bewegungen wird der Arbeitsbereich und die selektive Kontrolle der eingeschränkten Hand- und Armfunktion erweitert.

Außerdem bekommen die Patienten anhand eines Punktesystems jedes Mal ein unmittelbares Feedback, das sie motiviert und den Therapiefortschritt veranschaulicht.

Die Therapie am Armeo eignet sich zwar besonders für Patienten, die bereits erste aktive Bewegungen der beeinträchtigten Extremität durchführen können, das aufgabenorientioerte Training ist jedoch auch für Patienten mit extremen Einschränkungen der oberen Extremität äußerst hilfreich.

Die Folgen eines Schlaganfalls, Schädel-Hirn-Traumas oder anderer neurologischer Krankheiten und Verletzungen zeigen sich oft in Beeinträchtigungen der Hand- und Armfunktion und schränken Patienten selbst bei einfachsten Alltagsbewegungen extrem ein. Repetitives Training mit dem Armeo schafft Motivation durch direktes Feedback beim Patienten und entlastet dabei das Gewicht des Armes.

Der Armeo erleichtert das Gewicht des beeinträchtigten Armes, wodurch die Patienten neuromuskuläre Restfunktionen leichter aktivieren können und Bewegungen ausführen können, die sonst nicht möglich wären. So können selbst Patienten mit stark eingeschränkter Armfunktion am Armeo aktiv trainieren und zu ersten Erfolgserlebnissen kommen, die im Alltag nicht sichtbar wären. Die Patienten führen die Bewegungen selbst aus, der Arm wird in keinster Weise passiv bewegt. Übungen am Bildschirm simulieren den Alltag (etwa Fensterputzen, den Herd abwischen, Äpfel in einen Einkaufswagen legen) oder sind wie übliche Videospiele aufgebaut.

Der Computer visualisiert die Bewegungen der Patienten, was es möglich macht Informationen über die Qualität ihrer Bewegungen zu erhalten. Außerdem ist so der Fortschritt über die Wochen leicht erkennbar.

Die Übungen am Armeo machen Spaß und die Patienten werden durch die Aufgabestellung vom eigentlichen Training abgelenkt, da die Aufmerksamkeit vor allem auf der Aufgabe auf dem Bildschirm liegt. Die Patienten bleiben motiviert und trainieren länger als sie es ohne Gerät tun würden. Die Übungen stellen unterschiedliche motorische und kognitive Anforderungen und garantieren Abwechslung.

Die Armeo-Behandlung wirkt langfristig. Durch Motivation, repetitives Üben und Aufgabenorientierung werden Funktionsverbesserungen erreicht, die zum Genesungsfortschritt der Patienten beitragen.n.

Studien zeigen, dass intensive, repetitive und aufgabenorientierte Therapieübungen die Wiederherstellung der motorischen Fähigkeiten ermöglichen – dank der neuronalen Plastizität, also der Fähigkeit des Gehirns, sich durch Umorganisation an veränderte Bedingungen anzupassen.

Das Armeo Therapiekonzept verbessert die Effizienz der therapeutischen Behandlung, indem es selbstinitiierte, funktionale und auch selbstständige Therapieübungen ermöglicht.

Eine klinische Studie des Rehabilitation Institute of Chicago belegt außerdem die Effektivität der Armeo-Therapie. Sie zeigte, dass Patienten, die mit dem Armeo-Prototyp behandelt wurden, deutlich bessere Langzeitergebnisse aufwiesen, als die Kontrollgruppe, die die herkömmliche Therapie anwandte. Die Studie belegt auch, dass die meisten Patienten die Therapie im Armeo der konventionellen Therapie vorziehen.

Der Armeo bietet daher eine innovative und motivierende Alternative zur herkömmlichen Therapie der maßgeblich dazu beitragen kann, den beeinträchtigten Arm im Alltag wieder vermehrt einzusetzen.

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